Hadewijch
Hadewych

1. Hälfte des 13. Jh.

Mystikerin und Dichterin der 1. Hälfte des 13. Jh.

Zu ihrem Leben liegen bisher keine gesicherten Angaben vor [die folgenden Angaben ergeben sich aus ihren Werken].

nicht datiert

Möglicherweise adeliger Abkunft, vielleicht aus der Familie van Diest, Burggrafen von Antwerpen.

Wohl nicht identisch mit der von Ruysbroek bekämpften Ketzerin

nicht datiert

Der adeligen Oberschicht einer flämischen Stadt, wahrscheinlich Antwerpen, angehörig.

H. verfügte über hohes Maß an theologischer und ritterlicher Bildung und über gründliche Kenntnisse der nordfranzösischen Spiritualität des 12. Jh. (Zisterzienser und Viktoriner).

nicht datiert

Möglicherweise vor Entstehung der Beginenhöfe Führerin einer ohne feste Regeln zusammenlebenden Gemeinschaft von Beginen in Antwerpen und damit nicht Mitglied eines Ordens oder Äbtissin.

ca. 1250

H. schrieb ihre Visionen auf.

Die Werke H.s sind in drei mittelniederländischen Mss. des 14. Jh.s überliefert:

  • Brüssel, Kgl. Bibl., cod. 2879-2880.
  • Brüssel, Kgl. Bibl., cod. 2877-2878.
  • Gent, UB, cod. 941.

Zu Sprache und Wirkung der Werke vgl. Mommaers (1981), 376-378.

Aufgrund der Verbundenheit mit der religiösen Frauenliteratur (ca. 1180-1270) kann ihr Werk der Illiteratenliteratur zugeordnet werden. Ihr Interesse ist auf die Einswerdung mit Gott gerichtet und auf die Begleitung dieses Prozesses bei ihren Freundinnen.

nicht datiert

original++Brieven

nicht datiert

original++Mengeldichten

nicht datiert

original++Strofische Gedichten
Synonym: Strophische Gedichte;

1239 - 1246

original++Visioenen
Synonym: Visionen;
  • Mommaers, P.: Hadewijch. In: Verf. Lex.², III, 1981, Sp. 368-378.
  • Vekeman, H.: Hadewijch. In: LexMA, IV, 1989, Sp. 1819-1820.
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